Ashley Alexandra Dupré

Diesen Beitrag widme ich Ashley Alexandra Dupré, zum Frauentag.. Einer Frau, die in New York und auf MySpace mit ihrer Musik berühmt werden wollte und nebenher als Callgirl gearbeitet hat.

Die Geschichte beginnt ganz langweilig. Ein Gouverneur wird beim Sex mit einer Prostituierten erwischt. Nun ja. Er verliert seinen Posten, Nation und Ehefrau sind schwer enttäuscht, er muss sich entschuldigen, ist sehr betroffen usw. Als wüsste er nicht, was er da getan hat. Erinnert ein wenig an die VW Alt-Herren-Riege, die sich auf Firmenkosten mit Edelnutten herumgetrieben hat. Überhaupt ist das Ganze ein Déjà-Vu. Bis hierher.

Denn neu ist: plötzlich interessiert uns nicht mehr der Gouverneur sondern die Prostituierte. Die „New York Times“ hat ihre MySpace-Site ausfindig gemacht. Seitdem werden effektreich ihre dort veröffentlichten Fotos, ihre Songtexte von Medium zum Medium rumgereicht. Mit einem unbeschreiblichen Voyeurismus wird da, mehr oder weniger offen, die Verkommenheit Duprés angemerkt („Boy, can you handle me“, übrigens auch von Beyoncé gesungen), die gesamte Foto-Strecke ihrer MySpace-Site abgedruckt, der Missbrauch ihrer Kindheit ausgeschlachtet. Nicht von öffentlichem Interesse sind da, handfest der Gouverneur und sein persönliches Elend, philosophisch das Verhältnis von moralisierender Politik und Alltagshandlungen von Machtpersonen, oder psychologisch wie der Missbrauch vom Gouverneur und jetzt von den Medien als verlängerter Arm des Täters fortgeführt wird. Einzig und allein interessant ist: wen hat er denn da geficktt? So sieht sie also aus, die kleine Schlampe, guckt sie euch doch mal an, das heiße Luder, ist ja wohl klar usw.

Übrigens habe ich mich bewusst entschieden, weder ihre MySpace-Site, noch andere internationale oder nationale Medien hier zu verlinken.

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Dieser Beitrag wurde von klaika geschrieben und am 16/03/2008 um 20:47 veröffentlicht. Er ist unter Uncategorized abgelegt. Lesezeichen hinzufügen für Permanentlink. Folge allen Kommentaren hier mit dem RSS-Feed für diesen Beitrag.

3 Gedanken zu „Ashley Alexandra Dupré

  1. Stimmt, das ist ein ekelerregender Tiefpunkt in der an ekelerregenden Tiefpunkten nicht armen Geschichte gewisser Medien. Vgl. auch diesen Kommentar.

  2. Du hast soo Recht, auch wenn Du meinen Zitierstreik unterläufst..

  3. Du hast soo Recht, auch wenn Du meinen Zitierstreik unterläufst

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